2008-05-21
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Es ist eine Frage der Ethik
DIE FURCHE I Dossier I NR. 21/22. Mai 2008
ALEXANDER EGIT, Geschäftsführer Greenpeace CEE, diskutiert mit der Chefin des OMV Future Energy Fund, DOROTHEA SULZBACHER, über Auswege aus der Öl-Abhängigkeit.
Die Furche: Frau Sulzbacher ist vom OMV Future Energy Fund. Es scheint, dass dieser Mineralölkonzern umweltbewusster agiert als früher: Würden Sie sich das als Erfolg von Greenpeace auf ihre Fahnen heften?
Alexander Egit: Es gab eine unglaublich dynamische Entwicklung beim Thema Umweltschutz. Vor 25 Jahren war das Thema noch ein Fremdwort und heute ist es in aller Munde. Man muss aber aufpassen, denn viele nehmen das Wort Umweltschutz in den Mund, aber nur wenige tun auch wirklich etwas dafür. Das ist auch mein zentraler Kritikpunkt an der Wirtschaft. Es ist nicht immer Grün drinnen, wo Grün draufsteht. Das sehe ich auch bei der OMV kritisch.
Die Furche: Ich nehme an, das sehen Sie anders, Frau Sulzbacher
Dorothea Sulzbacher: Die OMV hat als erstes österreichisches Industrieunternehmen sehr rasch auf die Herausforderungen des Klimawandels und der Energiesicherheit reagiert und im Juni 2006 den OMV Future Energy Fund gegründet. Natürlich brauchen wir den Cash-Flow aus den Geschäften mit der fossilen Energie, um Projekte mit erneuerbarer Energie zu finanzieren, die sind ja gerade am Anfang nicht wirtschaftlich. Wir sind in den Bereichen neue Energieträger, Energieeffizienz oder der Reduktion von Treibhausgasen aktiv. Ziel ist es, diesen Projekten mit der Starthilfe durch den Future Energy Fund in die wirtschaftliche Eigenständigkeit zu helfen.
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