2007-06-20
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Neue OMV Future Energy Fund Projekte: Geothermie aus alten Bohrlöchern

Der OMV Future Energy Talk ist eine regelmäßig stattfindende Veranstaltung des OMV Future Energy Fund. Sie soll schwerpunktmäßig über Erneuerbare Energien informieren und als Diskussionsplattform dienen.

Zwei OMV Future Energy Fund Projekte beschäftigen sich mit Geothermie und der kommerziellen Nutzung von Erdwärme.

Geothermie ist eine langfristig nutzbare Energiequelle, die auf verschiedene Weise zur nachhaltigen Deckung des Energiebedarfs eingesetzt werden kann. Im Rahmen des ersten Future Energy Talk am 20. April 2007 wurde diese Thematik von Experten genauer erläutert.

Univ. Prof. Dr. Johann Goldbrunner, Geothermie-Experte und Lehrender an der TU Graz, erklärte die Einsatzmöglichkeiten von Geothermie und die dabei angewandten Techniken.

Je tiefer in die Erde gebohrt wird, desto wärmer wird es. Diese Energie kann technisch genützt werden, ist jedoch mit kostenintensiven Bohrungen verbunden. Eine mögliche Variante ist daher die Nachnutzung von vorhandenen, ausgeförderten Kohlenwasserstoffbohrungen.

Über die mögliche Nachnutzung in Österreich und Rumänien berichtete DI Reinhart Samhaber, Geschäftsführer der OMV Austria Exploration & Production GmbH. In zwei Pilotprojekten der OMV werden in Entwicklung befindliche Bohrlochwärmetauscher-Systeme eingesetzt. Dabei wird Wasser in das Erdreich geführt, dort erhitzt und wieder zu Tage gefördert. Die so gewonnene Energie kann Haushalte mit Wärme und Warmwasser versorgen.

Prof. Goldbrunner schätzt, dass allein in Österreich eine Leistung von 430 Megawatt an Geothermie genutzt werden kann, was dem Wärmebedarf von 30.000 Wohneinheiten entspricht.

Die OMV betreibt in Österreich etwa 1.000, in Rumänien rund 11.000 Sonden, die größtenteils noch aktiv sind. Jährlich werden ca. 30 Bohrungen aufgelassen und könnten für Geothermie genutzt werden. Die OMV wird zusammen mit dem OMV Future Energy Fund bis 2009 eine halbe Million Euro in die Nachnutzung ausgewählter Förderanlagen als Energiequellen investieren, die zu geothermischen Pilotsonden umgebaut werden.